Keine Abschiebungen nach Afghanistan

17.02.2018

Mit einer „Solidaritätsaktion für afghanische Gefüchtete“ am Samstag, den 17. Februar, beteiligt sich das Bündnis „Bunt statt braun Werra-Meißner“ an den europaweiten Protestaktionen „Keine Abschiebungen nach Afghanistan“ .

Anlass ist die Teilnahme des afghanischen Präsidenten, Ashraf Ghani, an der Sicherheitskonferenz in München an diesem Wochenende.

Mitglieder des Bündnisses werden ab 11.00 Uhr in Eschwege (am unteren Marktplatz) über die verheerende Situation in diesem vom Krieg geschüttelten Land und die deutsche Asylpolitik informieren. Das Bündnis ruft alle Mitglieder und Friedensbewegte zum Mitmachen auf!

Holocaust Gedenktag 27.01.2018

Holocaust-Gedenktag bleibt aktuell

…über besondere Erfahrungen an einem Infostand von BUNT statt braun

Das Aktionsbündnis „BUNT statt braun“ hat den Holocaust-Gedenktag, den 27. Januar, zum Anlass genommen, mit einem Infostand in Eschwege über Rassismus und Antisemitismus in Deutschland zu informieren. Am Stand gab es viele interessante Gespräche mit Passanten, es wurde Infomaterial verteilt, Buttons hergestellt und Aufkleber ausgegeben. Viele haben von rassistischen und fremdenfeindlichen Meinungsäußerungen in ihrem Bekanntenkreis berichtet und es wurde immer wieder deutlich, dass rechte Parolen in Deutschland mittlerweile wieder zum Alltag gehören.

Wie wichtig die Aufklärung und die Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit aktuell ist wurde deutlich, als ein Passant (Deutscher, mittleren Alters,…) den Aktiven von BUNT statt braun seine Meinung über „die Juden“ mitteilte: „dieses asoziale Verbrechervolk gehört kalt gemacht“.

Wer sich informieren oder gegen rechte Stimmungsmache aktiv werden möchte, ist herzlich eingeladen sich bei BUNT statt braun zu informieren: Die nächste (öffentliche) Vollversammlung ist am Mittwoch, den 7.2. um 19.30 Uhr in der Begegnungsstätte „Cafe Vielfalt“ am Hospitalplatz in Eschwege. Die nächste öffentliche Veranstaltung findet statt am Donnerstag, den 1. März um 19 Uhr in der Aula der Volkshochschule: Zum Thema „Wehret den Anfängen“ referiert die Thüringer Landtagsabgeordnete Dr. Johanna Scheringer zum Thema Rechtspopulismus und AfD. Der Eintritt für diese Veranstaltung, die gemeinsam mit der VHS organisiert wird, ist frei.P1090552(1)

Gemeinsam mit Bunt statt braun Bad Hersfeld am 7.8.2017 in Rotenburg gegen die AfD

Rede von Andreas Heine am 7.8. in Rotenburg

Manche werden uns fragen: „Habt Ihr bei dem schönen Wetter nichts besseres zu tun, als hier gegen die AFD zu protestieren?“

Klar, hätten wir sicher alle was Besseres zu tun.

Aber wir sehen auch eine Verantwortung darin, denen entgegenzutreten, die unser Land noch weiter verändern wollen. Verändern in eine Richtung, die wir nicht akzeptieren können und der wir uns mit aller Macht entgegenstellen.

Ja aber Meuthen und Wild sind doch nicht wie Höcke“, werden vielleicht mache sagen. „Er (Meuthen) hat sich in der AfD um Ausgleich und Geschlossenheit der Partei verdient gemacht und beweist in Auftreten und Positionen jederzeit persönliche Integrität und politische Seriosität.“ Heißt es auf der Homepage der AfD-Hessen.

Ich denke, hier geht’s um Arbeitsteilung: Mit Meuthen, Höcke und Petry lassen sich unterschiedliche Bereiche der Gesellschaft auf spezifische Weise ansprechen: die eher bürgerlichen, die offen Rechtsradikalen, die fundamentalistisch klerikalen, die Stammtisch-Rassisten, usw.. Die AfD wird damit einerseits zum Sammelbecken verschiedener rechter und rassistischer Strömungen. Andererseits ist sie in der Lage mit ihrem Auftreten, mit ihren Forderungen und mit ihren Wahlerfolgen die herrschende Politik vor sich herzutreiben.

AfD-Forderungen von vor 2 Jahren finden sich heute in den Programmen und Wahlkampfreden von CDU-CSU, SPD und anderen wieder. Teilweise wurden ihre Forderungen auch schon durch die große Koalition umgesetzt: Bei der Flüchtlingsabwehr und –Bekämpfung, bei der Einschränkung demokratischer Rechte, bei der Ausweitung polizeistaatlicher Maßnahmen.

De Maiziere, Seehofer und andere sind offenbar gern bereit, AfD-Positionen bereits heute umzusetzen um in populistischer Manier bestimmte Stimmungen in Teilen der Bevölkerung und in ihren Parteien zu bedienen.

Auch wenn die bürgerlichen Parteien zur Zeit (noch) Koalitionen mit der AfD ausschließen, ist die AfD doch mit vielem was sie fordert und gefordert hat höchst erfolgreich, weil sich die herrschende Politik in Berlin nicht konsequent dagegenstellt.

Deshalb stehen wir heute hier: Wir sind diejenigen, die für eine offene und solidarische Gesellschaft und damit für eine zukunftsfähige Gesellschaft eintreten. Wir verteidigen das Grundgesetz und die allgemeinen Menschenrechte, wie sie in der UNO-Charta festgeschrieben sind. Wir verteidigen das, was sich an Willkommenskultur und Solidarität in den letzten Jahren in unserem Land entwickelt hat. Wir stehen auf der Seite von Hunderttausenden Bürgern in unserem Land, die die so genannte Flüchtlingskrise wirklich bewältigt haben – oftmals ohne oder gar gegen Behörden und Bürokraten, oftmals gegen die Stammtischpöbler und immer gegen rechtspopulistische und faschistische geistige und handgreifliche Brandstifter.

Wir fordern die Berliner Politik auf, sich auf unsere Seite zu stellen: Verteidigung von Demokratie, Sozialstaat und Menschenrechten in unserem Land. Beseitigung der Fluchtursachen durch Stopp von Waffenexporten und Beendigung von Kriegseinsätzen, durch ein Ende der Kumpanei mit Despoten, Warlords und Unterdrückerregimes, durch den Aufbau gerechter Handelsbeziehungen, durch den Stopp von Landgrabbing, Naturzerstörung und hemmungsloser Ausbeutung von Natur und Arbeitskräften.

Wenn wir unser Land und die Welt nicht ändern, werden wir sie bald nicht wiedererkennen!

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